Tanz auf dem Vulkan
Gustaf Gründgens und Klaus Mann

In seinem Roman „Mephisto“ hat Klaus Mann ihn als rücksichtslosen Karrieristen porträtiert, doch am Anfang stand eine Freundschaft. Die Lebenslinien des Theatermannes Gustaf Gründgens und des Schriftstellers aus dem Hause Mann haben sich vielfach gekreuzt.

Es war nicht nur die Inszenierung des ersten Theaterstücks von Klaus Mann oder die Ehe seiner Schwester Erika mit dem Regisseur und Hoffnungsträger der Hamburger Kammerspiele, die so unterschiedliche Männer einander nahe brachten. Was sie verband, war vor allem das Erleben eines radikalen Umbruchs, der das Ende jeder individuellen und künstlerischen Freiheit bedeutete.

Beide gerieten 1933 ins Visier der Nationalsozialisten, beide waren mit Zensur, maximaler Kontrolle und unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben konfrontiert. Wie jeder auf seine Art damit umging und welche Folgen das für ihre Kreativität und ihre wechselseitige Wahrnehmung hatte, steht im Mittelpunkt dieser Doppelbiografie.

Tanz auf dem Vulkan


Tanz auf dem Vulkan
Gustaf Gründgens und Klaus Mann.
Etwa 320 S. mit 20 s/w-Abb.
Lambert Schneider:
Darmstadt März 2016,
ISBN 978-3-650-40128-1