Non finito – Camille Claudel

„Ich hatte Ihre Spur verloren... Rodin, Sie, vielleicht noch drei oder vier andere, haben die Eigenständigkeit eingeführt in den Klüngel der Bildhauerwelt. Mit Ihnen verließ man die Welt des falschen Scheins und trat ein in die Welt des Gedankens. Welch ein Genie! Das Wort ist nicht zu stark. Wie konnten Sie uns nur so großer Schönheit berauben?“
„Was kann ich denn jetzt für Sie tun, liebe Camille Claudel? Schreiben Sie mir, ergreifen Sie die ausgestreckte Hand. Ich habe nie aufgehört, Ihr Freund zu sein.“
Eugène Blot (1932)

Es war die erste Ausstellung in Deutschland, in der Werke der französischen Bildhauerin gezeigt werden konnten. Reine-Marie Paris, eine Großnichte Claudels, stellte Skulpturen aus ihrem Privatbesitz zur Verfügung, während das Pariser Rodin-Museum sich 1990 noch ausgesprochen zurückhaltend im Hinblick auf Recherche und Leihgaben verhielt.

Inzwischen hat sich das geändert – nicht zuletzt durch zwei Schauspielerinnen, die diese bedeutendste französische Bildhauerin Frankreichs im 19. Jahrhundert filmisch zum Leben erweckt und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht haben: Isabel Adjani und Juliette Binoche.

Camille Claudel Skulpturen – Gemälde – Zeichnungen


Camille Claudel (1864-1943)
Skulpturen – Gemälde – Zeichnungen
Ausstellung im BATIK-KunstFoyer
Edition Stadtbaukunst:
Berlin/Hamburg 1990
129 S., Ill.
ISBN 3-927-469-09-2