Weder tot noch lebendig

Frauen in der Literatur sind häufig beides: Unterworfene und Ausgegrenzte, Opfer und Heldin, Getötete und Tötende. Als ermordete Töchter, tote Geliebte, leblose Mamorstatuen, als schöne Leichen sind sie Objekte männlichen Herrschafts- und Besitzdenkens, eines tödlichen Begehrens. Zwischen getöteten und tötenden Frauen gibt es jedoch ein Drittes: die Nichtanwesenheit, Sprachlosigkeit, die Ausgegrenztheit aus dem männlichen Diskurs.

Wiltrud Neumer-Pfau
Weiblichkeitsbilder in der antiken griechischen Kultur

Michiko Mae
Drei Frauengestalten der japanischen Literatur

Dagmar von Hoff/Helga Meise
Tableaux vivants

Elisabeth Bronfen
Die schöne Leiche

Inge Stephan
Undinen, Melusinen und Wasserfrauen bei
Eichendorff und Fouqué

Karin Hanika/Johanna Werckmeister
Ophelia und Undine

Silvia Volckmann
Zum weiblichen Vampir

Cornelia Berens
Die Detektivin als literarische Wunschfigur in Kriminalromanen von Frauen

Regula Venske
Tod und Utopie bei Marlen Haushofer

Johanna Bossinade
Zur literarischen Existenz der Frau am Beispiel
Heinrich Bölls

Genia Schulz
Medea im Werk Heiner Müllers

Renate Berger
Metaporphose und Mortifikation; Die Puppe

Weiblichkeit und Tod in der Literatur


Hg. mit Inge Stephan
Weiblichkeit und Tod in der Literatur
Böhlau: Köln/Wien 1987
296 S., Ill.
ISBN 3-412-03087-2